Babykarten erstellen – schnell, leicht und geschlechtergerecht!

Babykarten erstellen – ein kritischer Ratgeber!

 

Wenn ein Baby auf dem Weg ist, werden Sie bald Anlässe haben, viele Karten zu verschicken: Geburtskarten, Dankeskarten für die Geburtsglückwünsche und dann auch noch die Taufkarten, wenn Sie sich für eine Taufe entscheiden sollten.

Selbstgemacht sind diese Karten natürlich am schönsten. Wenn das Baby erst einmal da ist, hat man als Eltern allerdings in der Regel nicht mehr so viel Zeit dafür.

Wir erklären Ihnen hier deshalb, wie Sie ganz schnell und leicht Baby-Grußkarten im Internet erstellen können. Aber Vorsicht: Bei einigen Anbietern wird man dazu verleitet, in die Falle der unnatürlichen Geschlechtertrennung zu tappen, die unseren Kindern eine von zwei Identitäten aufdrängt – dabei gibt es so viele. Die Welt ist bunt! Wir machen Sie von daher hier und da darauf aufmerksam, wie und wann Sie durch scheinbar harmloses Schubladendenken und -gestalten ein ganzes Unterdrückungssystem füttern.

 

Tipp: Entscheiden Sie sich bereits vor der Geburt, besser noch, bevor Sie das Geschlecht des Kindes kennen, für das Design der Babykarten. Erstens haben Sie mehr Zeit dafür, wenn das Kind noch nicht da ist und zweitens vermeiden Sie es so, in die Falle der unnatürlichen Geschlechtertrennung zu tappen, durch die ihrem Kind eine Identität aufgedrückt wird und so der Mythos der Geschlechter-Binarität fortbesteht.

 

Babykarten erstellen – schnell, leicht und schön!

 

Wenn Sie Babykarten erstellen wollen, ist die aufwendigste Variante, die Karten komplett selbst zu basteln, mit Bastelpappe, Schere, Kleber, Fotos, Deko und und und.

Das Erstellen von Karten im Internet ist hingegen wesentlich zeitsparender. Schon allein deswegen, weil Sie nur einmal eine Karte gestalten müssen und diese dann beliebig oft drucken lassen können.

Doch auch hier gibt es Unterschiede. Sie können aus einem digitalen Rohling ein komplett selbstdesigntes Werk erstellen oder Sie entscheiden sich für eine Design-Vorlage. In dem Fall müssen Sie nur noch Fotos und Schriftzüge auswählen und einfügen.

 

Tipp: Sie können zwischen Postkarten und Klappkarten in verschiedenen Formaten das passende Modell für sich heraussuchen. Mehr über verschiedene Fotokarten im Allgemeinen finden Sie hier.

 

Babykarten erstellen – Vorlagen nutzen!

 

Der Hersteller Wunderkarten.de hat sich auf Grußkarten spezialisiert. Aus einer ganzen Reihe von Babykarten Designs können Sie sich Ihren Favoriten auswählen. Sortiert sind die Entwürfe hier sogar in drei Kategorien: Geburtskarten, Dankeskarten und Taufkarten. Außerdem schlägt Wunderkarten.de noch eine Reihe von Sprüchen zur Geburt vor, die Sie verwenden können, wenn Sie Ihre Babykarten erstellen.

 

babykarten erstellen: Taufkarten von Wunderkarten.de

Babykarten erstellen: Taufkarten von Wunderkarten.de

 

Wenn Sie sich für ein Wunderkarten-Modell entschieden haben, können Sie in einem Online-Editor eine ganze Reihe von Zusatzoptionen wählen: abgerundete Ecken, besondere Papierarten (z.B. Recycling-, Leinen- oder Perlmuttpapier etc.). Allerdings gibt es für viele der Optionen einen Aufpreis, so werden aus 1,00 Euro pro Karte auch schnell einmal 3,00 Euro pro Karte.

 

Babykarten erstellen auf Wunderkarten.de: Optionen im Online Editor

Babykarten erstellen auf Wunderkarten.de: Optionen im Online Editor

 

Andere Anbieter haben selbstverständlich auch Vorlagen im Angebot. Bei Pixum gibt es Babykarten sortiert nach den Kategorien: Jungen, Mädchen, Geschwister, Zwillinge, Taufe.

Hier werden die kleinen Neugeborenen schon direkt bei der Geburt in unnatürliche Schubladen gesteckt, aus denen sie es später um so schwerer haben, sich zu befreien: Mädchen Designs sind rosa, Jungs-Design hellblau.

Wir fordern Sie auf: Machen Sie diesen Zirkus nicht mit, sondern bringen Sie die Geschlechter-Binarität in Verwirrung! Spielen Sie mit den Farben, Klischees und so auch mit den phallozentrischen Unterdrückungsmechanismen. Das geht am besten, wenn Sie Ihre eigene Karte komplett selbst erstellen!

 

Tipp: Wenn Sie möglichst günstig Babykarten erstellen wollen, machen Sie unseren Preisvergleich, bevor Sie sich für einen Anbieter entscheiden. Beachten Sie: meistens werden die verschiedenen Fotokarten im 10er Pack angeboten. Außerdem könnte es gut sein, dass wir gerade den einen oder anderen passenden Gutschein für Sie haben.

 

Babykarten erstellen – Karten selbst gestalten

 

Bei den meisten Fotogeschenk-Anbietern können Sie sich Schritt für Schritt eine eigene Grußkarte erbauen. Erst wählen Sie ein Format aus. Danach erstellen Sie mit Bild oder Textfenstern ein eigenes Design. Sie können natürlich auch eine Designvorlage nutzen, da haben inzwischen eigentlich alle Anbieter eine ordentliche Auswahl.

 

Babykarten erstellen bei Aldi: mit oder ohne Vorlage starten

Babykarten erstellen bei Aldi: mit oder ohne Vorlage starten

 

Nun können Sie die Karten mit Fotos, Texten, Rahmen, Cliparts und Hintergründen gestalten. Insbesondere bei den ClipArts warnen wir wieder vor der Rosa-Hellblau-Falle. Es gibt mehrere Möglichkeiten mit dem auffällig großen Angebot an rosafarbenen und hellblauen ClipArts umzugehen. Beachten Sie dazu den hellblauen Kasten.

 

Leitlinien zum zeitgemäßen Umgang mit Gender-Klischees bei der Erstellung von Babykarten

 

1. Vermeiden Sie die Klischee-Farben und Motive komplett und wählen Sie eins der wenigen genderneutralen Bilder aus!

2. Vermischen Sie rosa und hellblau auf einer Karte!

3. Stellen Sie das Korsett auf den Kopf: Benutzen Sie Rosafarbiges für Babykarten von Jungs und Hellblaues für Mädchen!

4. Verzichten Sie komplett auf ClipArts, farbieg Hintergründe etc.!

5. Verraten Sie das Geschlecht Ihres Kindes nicht!

 

Babykarten erstellen bei Aldi: Cliparts mischen!

Babykarten erstellen bei Aldi: Cliparts mischen!

 

Babykarten erstellen – unser Fazit

 

Wenn Sie online Babykarten erstellen wollen, haben Sie die Möglichkeit die Karte komplett selbst zu gestalten oder eine Designvorlage ganz oder teilweise zu nutzen.

Bei Design-Vorlagen, Cliparts etc. wird Ihnen häufig suggeriert, Farben und Motive zu wählen, die völlig unnatürlicherweise entweder dem einen oder dem anderen Geschlecht zugwiesen werden.

Sie mögen denken: Was soll an der Aufteilung Rosa-für-Mädchen und Hellblau-für-Jungs denn so schlimm sein? Wir verraten es Ihnen: Diese Einteilung unterstützt die traditionell Aufteilung  in zwei Geschlechter. Erstens diskriminiert dass Intersexuelle, Transsexuelle und andere Menschen, die sich nicht eindeutig in eine der beiden Kategorien einteilen lassen (wollen). Zweitens beruht die Aufteilung in „Jungssachen“ und „Mädchensachen“ auf ein jahrhundertealtes Machtsystem, das Frauen, Homo- und Bisexuelle systematisch unterdrückt.

Wenn Sie Babykarten erstellen, bedenken Sie das bitte!

Autor: Anja Solmecke
Anja Solmecke ist die Betreiberin der Internetplattformen billige-fotos.de und piqs.de Als leidenschaftliche Hobby-Fotografin hat sie damit Ihr Hobby zum Beruf gemacht.
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