Objektive für Digitalkameras - diese Unterschiede sollten Sie kennen

Objektive für Digitalkameras – ein Überblick!

 

Überlegen Sie gerade, sich ein Zweitobjektiv anzuschaffen? Oder kaufen Sie erstmals eine Kamera mit Wechseloptik und wissen gar nicht, wieso es überhaupt so viele verschiedene Objektive gibt? In diesem Artikel wollen wir etwas Übersicht in den Objektiv-Markt bringen, ihnen die verschiedenen Typen vorstellen und erklären, mit welchem Objektiv sie welche Art von Fotos machen können.

Während Kompaktkameras und Bridgekameras ein Objektiv fest integrieren, können diese bei System- und Spiegelreflexkameras ausgewechselt werden.Falls Sie eine Kompaktkamera oder eine Bridgekamera mit Fest-Objektiv benutzen, könnte der Artikel ebenfalls interessant für Sie sein. Hier erfahren Sie nämlich, für welche Zwecke sich Ihr eingebautes Objektiv am meisten eignet, also auch, wie sie am meisten aus Ihrer Kamera herausholen können.

 

Objektive für Digitalkameras – die verschiedenen Typen

 

Qualitative Objektive sind häufig teurer als das Kameragehäuse an sich. Das allein weist schon darauf hin, dass ein gutes Objektiv eine große Rolle spielt. Außer an der Verarbeitung, die über die Qualität eines Objektivs entscheidet, orientiert man sich beim Kauf vor allem an der Brennweite der Optiken.

Die verschiedenen Objektive für Digitalkameras werden üblicherweise in vier Typen unterteilt:

  • Normalobjektive
  • Weitwinkelobjektive
  • Teleobjektive
  • Varioobjektive
Nachdem wir  Ihnen erklärt haben, was es mit der Brennweite auf sich hat, werden wir die vier Objektiv-Typen genauer vorstellen.

 

Objektive für Digitalkameras

Objektive für Digitalkameras: Ein Teleobjektiv (Foto: Teleobjektiv, Piqs.de)

 

Objektive für Digitalkameras – die Brennweite ist entscheidend!

 

Die Brennweite eines Objektivs, spielt eine große Rolle für die Einsatzmöglichkeiten einer Kamera.

Was genau ist eigentlich eine Brennweite? Die Brennweite wird bestimmt durch den Abstand zwischen Fokus und Hauptpunkt. Letzterer liegt an jener Stelle, an der ein einfallender Lichtstrahl durch die Wölbung der Linse abgelenkt wird. Bei Verwendung einer einzelnen Linse, liegt dieser Punkt auf der Mittelachse der Linse. Dort wird der Strahl so abgelenkt, dass er zusammen mit weiteren, parallel einfallenden Lichtstrahlen im Fokuspunkt gebündelt wird. Der Fokuspunkt liegt bei einer Digitalkamera stets auf der Sensorfläche und markiert den Punkt, an dem ein anvisiertes Objekt vom Sensor als scharf wahrgenommen wird.

Nun kommen in der Regel in Objektiven gleich mehrere Linsen zum Einsatz, deren Abstand zueinander variabel eingestellt werden kann. Je nach Linsenstellung, also eingestellter Brennweite,kann ein unterschiedlicher Bildwinkel bestimmt werden, der darüber Auskunft gibt, welcher Bereich links und rechts eines anvisierten Motivs auf dem fertigen Foto sichtbar sein wird. Weiterhin kann die Schärfentiefe eines Fotos variiert werden, also der Grad der Unschärfe des Hintergrunds, sowie die Ausdehnung des Unschärfebereichs.

 

Objektive für Digitalkameras - unterschiedliche Typen

 

1. Normalobjektive

 

Üblicherweise kauft man eine Kamera mit Wechseloptik als Paket zusammen mit einem Normalobjektiv. Diese Objektive haben eine Brennweite zwischen etwa 40 und 60 mm. Normal heißt hier, dass der Brennweitenbereich einen Bildwinkel abdeckt, der vom menschlichen Auge als am Natürlichsten wahrgenommen wird. In Wirklichkeit erweist sich der Blickwinkel des menschlichen Auges als weitaus breiter.

Einsatzbereiche: Ein Normalobjektiv, insbesondere mit Festbrennweite, eignet sich besonders für Einsteiger. Da weder zu viel noch zu wenig Informationen im Sucher zu sehen sind, kann sich der Fotograf in aller Ruhe auf das Hauptmotiv konzentrieren.Das Objektiv wird außerdem auch von Profis sehr gern für die Portraitfotografie benutzt.

 

2. Weitwinkelobjektive

 

Weitwinkelobjektive können einen besonders breiten Bildwinkel von über 60 Grad einfangen. Der Weitwinkelbereich liegt unterhalb der kleinbildäquivalenten 35-Millimeter-Marke. Manche Objektive verursachen insbesondere bei Nutzung des Weitwinkels tonnen- oder kissenförmige Verzerrung, so dass eine unnatürliche Bildwirkung entsteht. Anhand von Bildbearbeitungssoftware, beispielsweise Adobe Photoshop, oder einer kamerainternen Verzerrungskorrektur, lassen sich solche Effekte abmildern. Die extremste Form eines Weitwinkelobjektivs ist das Fisheye mit einer Brennweite von weniger als 10 mm. Verzerrungen auf Fotos, die mit einem Fischaugen-Objektiv gefertigt wurden, sind häufig als stilistisches Mittel erwünscht.

 

Objektive für Digitalkameras: die Rolltreppen wurden dank Weitwinkelobjektiv komplett abgelichtet. (Foto: Stig Nygaard, Piqs.de)

Objektive für Digitalkameras: die Rolltreppen wurden dank Weitwinkelobjektiv komplett abgelichtet. (Foto: Stig Nygaard, Piqs.de)

 

Einsatzbereiche: Insbesondere für Gruppenfotos in engen Räumen eignet sich ein Weitwinkelobjektiv, da mehr Personen links und rechts vom Bild auf das fertige Foto passen. Auch beim Ablichten weitläufiger Landschaften oder der Architekturfotografie macht sich der Einsatz des Weitwinkels bezahlt. Des Weiteren lässt sich die Weitwinkelbrennweite hervorragend für die Makrofotografie nutzen, da mit der Schärfentiefe experimentiert werden kann.

 

Objektive für Digitalkameras

Objektive für Digitalkameras: Ein Weitwinkel-Objektiv (Foto: "Weitwinkel-Objektiv, Piqs.de)

 

3. Teleobjektive

 

Objektive mit mehr als 60 Millimetern heißen Teleobjektive. Mit einem solchen Objektiv lässt sich ein Motiv mit einem Bildwinkel von 32 bis 2 Grad ablichten. Weit entfernte Objekte werden somit zusammengerückt, so als befände sich der Vorder- und Hintergrund auf ein und derselben Ebene. Entsprechend gering fällt die durch die Schärfentiefe verursachte Raumwirkung aus. Außerdem sollte beachtet werden, dass das Teleobjektiv ausreichend lichtstark ist, denn aufgrund des verlängerten Strahlengangs ist eine größere Blendenöffnung notwendig, die die Menge des parallel einfallenden Lichts bestimmt.

Einsatzbereiche: In der Sport- und Tierfotografie werden gern Teleobjektive verwendet, da durch sie das Objekt trotz eines räumlichen Abstands optisch dicht herangeholt werden kann. Gemäßigte Teleobjektive bis zu 100 mm können gut für die Portraitfotografie verwendet werden, während die Brennweiten im extrem hohen Bereich von Astrofotografen genutzt werden.

 

Objektive für Digitalkameras: So nah kommt man den Tigern nur mit Teleobjektiv.

Objektive für Digitalkameras: So nah kommt man den Tigern nur mit Teleobjektiv. (Foto: Tod Ryburn, Piqs.de)

 

4. Varioobjektive bzw. Zoomobjektive

 

Inbesondere Bridgekameras, aber auch einige höherwertige Kompaktkameras, nutzen Objektive mit variabler Brennweite. Varioobjektive gibt es natürlich auch als Wechselobjektive für Spiegelreflex- oder Systemkameras.Die Brennweite beginnt oftmals bei einem guten Weitwinkel und ragt bis in den Telebereich hinein. Beispielsweise deckt ein Varioobjektiv den Bereich zwischen 24 und 300 Millimetern ab.

Auch wenn diese Kameras, bzw. Wechselobjektive, aufgrund eines herausragenden Zoomfaktors stark beworben werden, leidet oftmals die Bildqualität. Besser ist es, jeweils ein Objektiv für alle drei oben genannten Brennweitenbereiche zu nutzen. Es kann vorkommen, dass es Varioobjektive bei Ausreizung der Telebrennweite nicht mehr vermögen, genügend Licht einzufangen und Fotos zu dunkel erscheinen. Mit einer höheren Lichtempfindlichkeit kann dies ausgeglichen werden, wodurch jedoch die Gefahr steigt, dass die Bildqualität gemindert wird. Oder die Belichtungszeiten müssen erhöht werden, was wiederum einen guten Bildstabilisator vonnöten macht – alternativ die Nutzung eines Stativs. Doch auch Varioobjektive werden immer besser, so dass zumindest für den semiprofessionellen Einsatz manch Kamera mit großem Brennweitenbereich empfohlen werden kann.

Einsatzbereiche: Varioobjektive empfehlen wir besonders, wenn Sie auf Reisen sind und keine Lust oder Kapazität haben, eine große Kameraausrüstung mitzuschleppen. Auch bei Foto-Einsätzen, bei denen Sie flexibel zwischen Brennweiten wechseln wollen, etwa einem Fußballspiel, können diese Objektive für Digitalkameras eine optimale Lösung sein.

 

Tipp: Bewegen Sie während des (Langzeit-)Auslösens der Kamera den Zoom Ihres Varioobjektivs hin und her und freuen Sie sich über experimentelle Ergebnisse.

 

Objektive für Digitalkameras - unser Fazit

 

Wir hoffen, dass Sie jetzt einen Überblick über die verschiedenen Objektive für Digitalkameras gewonnen haben. Wenn Sie Anfänger im Fotografieren sind, legen Sie sich am besten erst einmal ein Normalobjektiv zu , etwa mit der Brennweite 50 mm. Sind Sie auf der Suche nach einem Zweitobjektiv, überlegen Sie sich, wie Ihre Fotografie-Vorlieben bzw. Fotografie-Pläne aussehen und entscheiden Sie dann, welche der Objektive für Digitalkameras in Frage kommen.

 

Objektive für Digitalkameras - Fotonachweise:

 

Yvonne: Teleobjektiv, CC-Lizenz (BY 2.0), piqs.de

Todd Ryburn: Tigers having a one sided conversation, CC-Lizenz (BY 2.0), piqs.de

ckreativmix2004: Weitwinkel-Objektiv, CC-Lizenz (BY 2.0), piqs.de

Stig Nygaard: Copenhagen Metro, CC-Lizenz (BY 2.0), piqs.de

Autor: Anja Solmecke
Anja Solmecke ist die Betreiberin der Internetplattformen billige-fotos.de und piqs.de Als leidenschaftliche Hobby-Fotografin hat sie damit Ihr Hobby zum Beruf gemacht.
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