Viele Elektronik-Discounter warten zum Weihnachtsgeschäft mit tollen Digitalkamera-Angeboten auf. Oftmals handelt es sich um ein echtes Schnäppchen. Saturn, bietet derzeit die Markenkamera Canon PowerShot S1200 zum unschlagbaren Preis. „C-net“ hat sie getestet.

Die Powershot A1200 von Canon bietet eine Auflösung von zwölf Megapixel und einen 4-fachen optischen Zoom

Die Powershot A1200 von Canon bietet eine Auflösung von zwölf Megapixel und einen 4-fachen optischen Zoom

„Gute Qualität muss nicht teuer sein“, meinen die Tester von „C-net“ die sich die Kompaktkamera, die nun bei Saturn zum Schnäppchenpreis von 79,99 Euro angeboten wird, ins Testlabor geholt haben. In der Packung enthalten sind eine Handschlaufe, Batterien, ein USB-Kabel, Software, sowie eine Kurzanleitung. Eine Speicherkarte, die wahlweise von Typ SD-/SDHC oder SDXC sein darf, muss jedoch hinzugekauft werden. Was der Test von „C-net“ ergab, erfahren Sie hier.

Liegt gut in der Hand

Die Canon-Kamera kam im Frühjahr 2011 auf den deutschen Markt und ist somit nicht allzu alt, kann also mit vielen aktuellen Kompaktkameras verglichen werden. Die A1200 ist das günstigste von vier damals präsentierten Canon-Digitalkameras. Ins Zeug gelegt haben sich die Designer des Herstellers, denn die A1200 erscheint im modernen Design. Auch die Verarbeitung wirke, laut Testjury, nicht „billig“, auch wenn der Preis es ist. Auch der rechten Seite am Gehäuse wurde ein nützlicher Griff angebracht, mit dem man die Kamera fest in der Hand halten könne. Er dient auch gleichzeitig als Batteriefach. Mit Energie versorgt wird die Digitalkamera nämlich mit zwei AA-Batterien, die man günstig im Fachhandel neu kaufen kann. Die Energie reiche in etwa für 200 Aufnahmen. Für eine Kompaktkamera ist die A1200 aufgrund der AA-Batterien auch nicht gerade leicht, aber leichter als jede Bridgekamera oder D-SLR.

Display stellt Motive naturgetreu und ausreichend hell dar

Eine kleine Rarität findet man auf der Oberseite der PowerShot-Kamera: Einen optischen Sucher. Dieser decke in etwa 80 Prozent dessen ab, was später auf dem fertigen Foto zu sehen ist. Spiegelreflexkameras bietet jedoch ein Fenster, welches 95 oder 96 abdeckt – aber besser, als gar kein Sucher. Alternativ kann man, wie gewohnt, auch mit dem auf der Rückseite befindlichen 2,7-Zoll-Display Motive anvisieren oder bereits geknipste Fotos oder aufgenommene Videos sichten. Hier beträgt die Bildfeldabdeckung 100 Prozent. Der Monitor überzeugt aufgrund einer ausreichenden Helligkeit und natürlichen Farben. Die  Bedienelemente warten nicht mit großen Überraschungen auf. So seien die Tasten flach eingelassen, aber ausreichend groß. Ohne Schwierigkeiten lassen sie sich betätigen. Am Gehäuse ist zudem ein Mini-USB-Slot zur Übertragung der Fotos und Videos an einen PC vorhanden. Einen AV- und Netzanschluss ist außerdem zu finden.

Zahlreiche Motivprogramme erleichtern das Fotografieren

Die Ausstattung bietet viele Aufnahmemodi, die dem Einsteiger und Hobbyfotografen für gelungene Fotos unter die Arme greifen. Motivprogramme, wie auch Gesichtserkennung, Lächel- und Blinzelwarnung findet man im Menü. Bei gewählter intelligenter Automatik muss der Fotograf nur noch auf den Auslöser drücken, alle weiteren Einstellungen übernimmt die Kameraelektronik. Für Kreative stehen einige Filter und Effekte zur Verfügung, die man auf geknipste Fotos anwenden kann. Manuell lassen sich Kontrast, Schärfe und Sättigung einstellen. Neu in der damals auf den Markt gekommenen PowerShot-Serie ist der Modus „Livebildkontrolle“, mit dem sich Helligkeit, Farbe und Farbton mithilfe von Schiebereglern nach eigenem Gutdünken anpassen kann. Die Auswirkungen werden noch vor dem Auslösen auf dem Display sichtbar. An Motivprogrammen gibt es beispielsweise „Porträt“, „Landschaft“, „Kinder und Haustiere“, „Strand“, „Laub“, „Schnee“ und „Feuerwerk“. Im Modus „Langzeitbelichtung“ knipst die Kamera Fotos mit einer wählbaren Verschlusszeit von 1 bis 15 Sekunden. Die Tester von „C-net“ vermissten allerdings einen Panorama-Modus. Interessant wiederum ist die Funktion „Smart Shutter“: Damit löst die Kamera dann aus, wenn Personen auf das Bild hinzukommen oder eine Person vor Linse zwinkert. Das ist perfekt für Porträtfotos und im Test gelang beides einwandfrei.

Fehlender optischer Bildstabilisator, aber resolute Auflösung

Leider verfügt die Kamera über keinen optischen Bildstabilisator, weswegen die Funktion „Unschärfereduzierung“ geboten wird, die diesbezüglich Abhilfe schaffen soll. Hierunter verbirgt sich nichts weiter, als ein elektronischer Bildstabilisator, bei dem die Kameraelektronik künstlich die Lichtempfindlichkeit hochschraubt, um kürze Verschlusszeiten zu erzwingen. Hierbei wird die Auflösung des fertigen Fotos auf gerade einmal zwei Megapixel reduziert. Dasselbe gilt für den „Low Light“-Modus. Makroaufnahmen kann man ebenso knipsen. Hierfür kann man maximal drei Zentimeter an das Objekt der Begierde heranrücken. Die Auflösung von zwölf Megapixeln ist resolut. So wird die Gefahr von Bildrauschen gemindert. Das ist praktisch, da der elektronische Bildstabilisator gewöhnlich für ein solches verantwortlich ist. Außerdem erweist sich das verbaute Objektiv als recht lichtstark. Der Wert beträgt F2,8.

Zum Gähnen langsam

Beim Testen der Arbeitsgeschwindigkeit kam allerdings Ernüchterung auf. So löse die Kamera sehr langsam aus: 2,4 Sekunde vergehen, bis das erste Foto im Kasten ist. Zwischen jedem weiteren Bild vergehen drei Sekunden. Das ein oder andere Gähnen wird man sich hier nicht verkneifen können. Fotografiert man mit Blitz, so verlängert sich diese Zeit sogar noch einmal um das Doppelte. Um ein Motiv scharf zustellen, benötige die Kamera hingegen 0,5 Sekunden. Bei diffusen Lichtverhältnissen sind es jedoch 0,9 Sekunden. Im Serienbildmodus sind 0,7 Bilder pro Sekunde möglich.

HD-Videos für YouTube & Co.

Bei der Bildqualität kann die PowerShot A1200 wiederum punkten. Angesichts des Preises, so „C-net“, knipse die Kamera erstaunlich gute Fotos. Allerdings gilt auch für die A1200, wie für die meisten Kompaktkameras der günstigen Preisklasse: Je heller die Umgebung, umso besser die Bilder. Videos können in HD-Qualität aufgenommen werden. Beherzigen solle man lediglich, dass die Qualität nicht ausreiche, um „die eigene Hochzeit aufzunehmen“. Für Youtube, Facebook & Co., sowie zum gelegentlichen Betrachten auf HD-Fernsehern, reiche die Qualität der Clips allerdings aus. Gewarnt sei man bei zu schnellen Schwenks, da ansonsten Ruckler auftreten könnten. Leider kann man den 4-fachen optischen Zoom während des Filmens nicht nutzen.

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