Schon seit etwas Längerem hat Kodak Insolvenz anmelden müssen. Nun sollen auch keine weiteren Kameras mehr gebaut werden. Der Ausstieg, so das Traditionsunternehmen, ist für Mitte des Jahres 2012 geplant.

Wird eine der letzten Digitalkameras aus eigener Produktion sein: Die Kodak MAX Z990

Wird eine der letzten Digitalkameras aus eigener Produktion sein: Die Kodak MAX Z990

Neben Digitalkameras sind von dem Baustopp ebenso Camcorder und digitale Bilderrahmen betroffen. Kodak versteht diese Maßnahme als Teil der bevorstehenden Konsolidierung des Unternehmens bis Mitte 2012. Für jene, die im Besitz eines Kodak-Geräts sind, werde der Service jedoch weiter garantiert sein, so Kodak. Dasselbe soll für bestehende Garantieansprüche gelten. Doch den Markenname Kodak könnte es auch nach dem Stopp der Auslieferung von Kamera & Co. geben, denn dieser wird an andere Unternehmen lizenziert.

Bildsensoren werden weiterhin hergestellt

Probleme hat Kodak schon eine Weile, denn die Margen im Kamerageschäft sollten durch die Verkleinerung der bestehenden Produktpalette erhöht werden, so der Marketingchef Kodaks, Pradeep Jotwani. Ihm zufolge sei der Komplettausstieg logische Konsequenz dieser Maßnahme. Viel mehr möchte Kodak nun im Druckergeschäft Einstieg finden. Zukünftig werde Kodak somit Tintenstrahldrucker und Fotodrucker für den Einzelhandel produzieren. Unter dem Markennamen Truesense Imaging werde darüber hinaus die Sensorsparte von Kodak weiterproduziert. Das Investmentunternehmen Platinum Equity kaufte Ende 2011 den Unternehmensteil Kodak Image Sensor Solution auf. Truesense Imaging baut CCD-Sensoren für diverse Kameramodelle, darunter Spezialkameras für die Medizin- und Wissenschaftsbranche.

Kommentar schreiben

0 Kommentare


Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.