Makrofotos aufnehmen - der Ratgeber für Einsteiger

Makrofotos aufnehmen: Kleinste Details mit der Kamera einfangen

 

Viele Motive, ob künstlich oder von der Natur geschaffen, halten so manche Überraschung im Detail parat. Das Blatt eines Baums voller filigraner Strukturen oder die Anmut eines Schmetterlings, der sich an einer Blüte labt. Dieser Mikrokosmos kann auch von einem Hobbyfotografen mit der Kamera eingefangen werden. Wer tolle Makrofotos aufnehmen möchte, für den gibt es hier ein paar Tipps.

 

Makrofotos

Inspiration für Makrofotos: Insekten in Überlebensgroß (Foto "Nur ne Fliege", Piqs.de)

 

So ist es auch dem Hobbyfotografen möglichst ansprechende Makrofotos zu knipsen ohne allzu viel Geld investieren zu müssen. Wer zudem ein paar Tipps beachtet, die dem Gelingen eines Makrofotos zuträglich sind, kann sich sorglos auf die Pirsch nach tollen Details machen.

 

Tipp: Bei der Fotografie – und so verhält es sich auch bei der Aufnahme von Makrofotos – spielt das Gefühl eine entscheidende Rolle. Wer ein Gespür für tolle Aufnahmen erlangen möchte, dem bleibt das Experimentieren nicht erspart. Lassen Sie sich also nicht entmutigen, wenn die Aufnahmen trotz Beachtung der Tipps nicht sofort gelingen: Übung macht den Meister!

 

Als erstes geben wir Ihnen wichtige Hinweise in Bezug auf die Kameraeinstellungen. Insbesondere informieren wir Sie darüber, wie es sich mit der Blende und der Belichtungszeit in der Makrofotografie verhält. Danach erklären wir Ihnen, welche Rolle das Objektiv spielt. Sie fragen sich sicherlich, ob Sie ein Makroobjektiv benötigen oder welche Alternativen Sie sonst noch haben, richtig? Schließlich runden wir diesen Ratgeber Artikel ab mit einigen Tipps zum Thema Zubehör.

 

Makrofotos aufnehmen - Kameraeinstellungen

 

Bei den Kameraeinstellungen gilt es einiges zu beachten, wenn Sie Makrofotos machen wollen.

 

Blendenzahl und Belichtungszeit

 

Je näher der Fotograf mit der Kamera ans Motiv heranrückt, umso geringer ist die Tiefenschärfe. Diese Naheinstellgrenze markiert den kleinstmöglichen Abstand vom Motiv zur Ebene des Bildsensors. Durch eine möglichst hohe Blendenzahl, also eine kleine Blendenöffnung, wird der Hintergrund schärfer dargestellt. Gleichsam verringert sich jedoch auch die Menge des einfallenden Lichts, weswegen lange Belichtungszeiten anfallen.

Wer ein Detail vor dem Hintergrund herausstellen möchte, so dass es besonders zur Geltung gelangt, der erreicht mit einer niedrigen Blendenzahl. Hier wird der Hintergrund verschwommener, also unschärfer, abgelichtet. und  kürzere Belichtungszeiten sind möglich.

 

Weitere Kameraeinstellungen

 

Wir empfehlen Ihnen das Ausschalten des Bildstabilisators sowie die Verwendung des manuellen Fokus. Sowohl Bildstabilisator als auch Autofokus könnte die Makrofotografie überfordern.

 

Makrofotos aufnehmen - das Objektiv

 

Bei der Aufnahme von Makrofotos spielt selbstredend das Objektiv eine große Rolle. Bei System- oder Spiegelreflexkameras hat der Fotograf die Möglichkeit Wechselobjektive zu nutzen. Besitzer von Kompaktkameras müssen das Beste aus dem Objektiv herausholen, was in der Kamera eingebaut ist.

 

Objektive von Kompaktkameras

 

Dank der stetigen technischen Verbesserungen in der Digitalfotografie sind leistungsstarke Objektive immer häufiger auch in Kompaktkameras integriert. Viele Kompaktkameras haben einen Makro-Modus, erkennbar bei Canon zum Beispiel durch das Blumen-Symbol. Die Naheinstellgrenze des jeweiligen Objektivs, das in einer Kompaktkamera integriert ist, ist im Datenblatt des jeweiligen Modells vermerkt. Es gibt Kompaktkamera-Objektive mit einem geringen Mindestabstand von nur einem Zentimeter - optimal für ein nahes Heranrücken an das Motiv. Die meisten günstigen Kompaktkameras besitzen jedoch eine Naheinstellgrenze von fünf Zentimetern.

 

Makroobjektive für Spiegelreflex- und Systemkameras

 

Große Hersteller bieten für ihre Spiegelreflexkameras spezielle Makroobjektive an. Die sind zwar nicht ganz billig, doch wer die Makrofotografie häufig betreibt, für den könnte die Anschaffung eine Überlegung wert sein. Die Abbildungsqualität solcher Objektive ist entsprechend hoch – tolle Makrofotos sind die Folge. Makroobjektive gewähren zudem verkürzte Belichtungszeiten: Ebenso ein Kriterium für eine hohe Bildqualität.

 

Objektivaufsätze für Makrofotografie

 

Für den Anfang lohnt es sich jedoch für Besitzer von Spiegelreflex- und Systemkameras – statt eines teuren Makroobjektivs – eine Nahlinse bzw. einen Makro-Aufsatz anzuschaffen. Diese werden ähnlich wie ein Filter, vor das (Tele-)Objektiv angebracht. Die Linse benötigt zum Transport kaum Platz.

Des Weiteren eignen sich Zwischenringe besonders gut, um die Naheinstellgrenze herabzusetzen. Der Ring, auch Extension Tube genannt,  wird zwischen Kamera und Objektiv montiert und vergrößert so den Abstand zwischen Bildsensor und Motiv. Damit vergrößert sich außerdem der Abbildungsmaßstab. In Kombination mit einer Nahlinse wird dieser Effekt noch einmal vergrößert.

 

Makrofotos

Ideales Motiv für Makrofotos: Blumen sind geduldig (Foto: "White on top, purple on bottom", Piqs.de)

 

Makrofotos aufnehmen - Zubehör

 

Je nach dem, was Sie von ganz Nahem fotografieren wollen, ist das folgende Zubehör dringend notwendig bis nur hilfreich.

 

Stativ

 

Ein Stativ empfehlen wir Ihnen aus zwei Gründen. Zunächst einmal werden Sie in der Makrofotografie häufig längere Belichtungszeiten benutzen, denn je näher die Kamera an ein Motiv heranrückt, desto geringer ist die Tiefenschärfe. Durch eine kleine Blendenöffnung können Sie dem entgegenwirken, dafür benötigen Sie dann aber die langen Belichtungszeiten.

Außerdem können bei dem Einfangen kleiner Details bereits leichte Schwankungen den Bildausschnitt beeinträchtigen. Mit einem Stativ kann das verhindert werden.

 

Fernauslöser

 

Empfehlenswert ist darüber hinaus, sollte die Kamera eine solche Anschlussmöglichkeit besitzen, ein Kabelfernauslöser oder ein kabelloser Fernauslöser. Denn das manuelle Betätigen des Auslösers kann trotz Stativ zu Verwacklungen führen. Alternativ können Sie auch den Selbstauslöser nutzen. Oftmals reicht aber auch eine ruhige Hand aus, um ein Motiv scharf einzufangen.

 

Okkularabdeckung

 

Wenn Sie Langzeit-belichten und mit Fern- oder Selbstauslöser die Kamera aktivieren, sollten Sie auf eine Okkularabdeckung zurückgreifen. Das raten wir insbesondere, wenn die Kamera Lichteinfall im Rücken hat. Ohne diese Abdeckung kann es passieren, dass die Belichtungszeiten verfälscht werden. Bei dem Kauf einer Spiegelreflexkamera erhalten Sie eine Okkularabdeckung häufig gratis dazu. Schauen Sie einmal an Ihrem Kameragurt nach.

 

Tipp: Falls Sie mit der Sonne im Rücken fotografiere, achten Sie darauf, dass kein Schatten auf Ihr Motiv fällt!

Weiteres Zubehör

 

Wenn Sie zu den erfahreneren Amateurfotografen gehören, können Sie sich weiteres Zubehör anschaffen, beispielsweise einen Getriebeneiger und einen Einstellschlitten. Beide werden zwischen Kamera und Stativ montiert und dienen dazu, aus schwierigen Winkeln heraus zu fotografieren. Hiermit bewegen Sie sich bereits auf den Pfaden der Profifotografie. Wenn Sie Getriebeneiger und Einstellschlitten ausprobieren möchten, finden Sie bei Ebay häufig günstigere Angebote als bei den Herstellern selbst.

 

 

Wenn Sie  tolle Makrofotos im Kasten haben, können Sie diese in einem Fotobuch verewigen, oder als Fotoposter vergrößern. Um Geld zu sparen, empfehlen wir Ihnen unseren Preisvergleich bzw. unsere Gutschein-Sammlung.

 

Makrofotos - Fotonachweise:

 

Geli: "Nur ne Fliege", CC-Lizenz (BY 2.0), piqs.de.

Micky: "White on top, purple on bottom", CC-Lizenz (BY 2.0), piqs.de.

 

Autor: Anja Solmecke
Anja Solmecke ist die Betreiberin der Internetplattformen billige-fotos.de und piqs.de Als leidenschaftliche Hobby-Fotografin hat sie damit Ihr Hobby zum Beruf gemacht.
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