Wenn man sich eine neue Digitalkamera zulegen möchte, ziehen viele schon im Fachhandel lange Gesichter aufgrund des schier unbegrenzten Angebots verschiedener Modelle. Unser Verkaufsberater soll der Entscheidung auf die Sprünge helfen und Ihnen eine Hilfe sein.

Fotos voller Detailschärfe - die Auflösung macht's

Fotos voller Detailschärfe - die Auflösung macht's

Acht oder 14 Megapixel? SD- oder xD-Speicherkarte? Was nutzt der Bildstabilisator und wo unterscheidet sich das optische vom elektronischen Bildstabilisationssystem? Welche Ausstattung passt zu meinen Ansprüchen? Billige-Fotos.de zeigt, worauf es ankommt, bevor Sie die berühmt-berüchtigte „Katze im Sack“ kaufen. Diese Woche wollen wir Ihnen den Kauf erleichtern und stellen täglich Features und Ausstattungsmerkmale vor, welche nützlich oder weniger nützlich sind.

Mehr als 50 Kompaktkameras bereits in diesem Jahr

Auf Wachstum kommt es an: Das meint nicht nur Bundeskanzlerin Merkel, sondern das ist ebenso das Credo der Marktwirtschaft. Somit versteht es sich von selbst, dass Kamerahersteller in regelmäßigen Abständen mit neuen Modellen mit angeblich unverzichtbaren Features daher kommen, die dem Anwender zum „perfekten“ Foto verhelfen sollen. Kein Wunder, dass man da schnell den Überblick verliert. Es gibt Kompaktkameras für den Einsteiger mit und ohne Bildstabilisator, Digitalkameras für die Reise mit hohem Zoomfaktor, sowie jene, die auslösen, wenn man vor der Kamera blinzelt. Allein die etablierten Kamerahersteller, wie Nikon, Canon, Casio, Olympus und Panasonic haben im Jahr 2010 schon mehr als 50 Kompaktkameras der Weltöffentlichkeit präsentiert – hinzu kommen noch die Spiegelreflexkameras für versiertere Fotografen.

Immer mehr Features

In diesem Jahr scheint sich der Trend hin zu immer kleineren und flacheren Modellen fortzusetzen. Auch immer mehr Funktionen sind mit heutigen Kameramodellen verknüpft. Es gibt Kameras mit einem zusätzlichen Display, einem integrierten Beamer oder GPS-Empfänger. Aufatmen darf man, da der Pixelwahn, der in den letzten Jahren in aller Munde war, zum Stocken gekommen zu sein scheint. Es gibt sie zwar, jene Kompaktkameras mit einer Auflösung von mehr als zwölf Megapixeln, dennoch stehen diese eher selten im Verkaufsregal. Für Freizeitfotografen ist eine Auflösung von mehr als zehn Megapixel eigentlich schon mehr als genug. Im ersten Teil unserer Kaufberatung möchten wir aufzeigen, worauf es bei der Auflösung ankommt und was es mit dem angegeben Zoomfaktor auf sich hat.

Wie es zum hässlichen Bildrauschen kommt

Bei der Auflösung zu beachten ist vor allem die Tatsache, dass eine hohe Auflösung kein Garant für eine tolle Bildqualität ist. Je höher nämlich die Anzahl der Bildpunkte, umso größer muss auch die Sensorfläche des Bildchips sein, auf welchem die Pixel Platz finden müssen – und in Kompaktkameras lässt sich nun mal nur ein Bildchip entsprechender physikalischer Größe integrieren. Ist der Bildchip klein und lässt eine sehr hohe Pixelanzahl zu, kann jeder einzelne Bildpunkt nur eine entsprechend begrenzte Lichtmenge verarbeiten. Das ist auch der Grund, warum Kompaktkameras mit einer sehr hohen Auflösung oft hässliches Bildrauschen erzeugen: Die Lichtempfindlichkeit (ISO-Werte) muss künstlich hoch geschraubt werden, damit die Ergebnisse ausreichend hell sind – dies geht jedoch nur mit einem Verlust an Detailgenauigkeit, was in Bildrauschen ersichtlich wird.

Wie groß darf der Ausdruck sein?

Das Positive an einer hohen Auflösung ist die Größe mit welcher man das fertige Foto – beispielsweise über einen Fotodienstleister – ausdrucken lassen kann. Schon ab einer Auflösung von vier Megapixeln lassen sich die Bilder im DIN A4-Format ausdrucken, bei einer Auflösung von sechs Megapixeln dürften Poster die Größe 30 x 40 Zentimeter aufweisen. Ab einer Auflösung von acht Megapixeln lassen sich auch einzelne Bildausschnitte problemlos vergrößern – dies erfolgt allerdings mit einer Verringerung der Auflösung – und genau auf diese Weise arbeitet beispielsweise der digitale Zoom einer Digitalkamera: Dieser vergrößert künstlich Bildausschnitte. Im Gegenzug hierzu vergrößert der optische Zoom einer Digitalkamera das Motiv mittels Verschiebung der Linsenanordnung im Objektiv.

Optischer und digitaler Zoom

Beim Zoomfaktor sollten Sie somit in der Kaufentscheidung berücksichtigen, ob die Kamera einen ausreichend hohen optischen Zoomwert aufweist, oder nur digital zoomen kann. Der optische Zoom ist generell qualitativ besser, als der Digitalzoom. Standard ist heute mindestens ein 3-facher, optischer Zoom. Etwas teurere Kameras integrieren mindestens ein 5-faches, optisches Zoomobjektiv. Wer die Fotografie nicht nur als Hobby versteht, greift zu Kameras mit so genanntem Superzoom, mit einem Zoomfaktor bis 18 oder 26. Damit lassen sich mit Leichtigkeit weit entfernte Objekte nah heranholen. Bei der Angabe geben die Hersteller in Verbindung mit dem optischen Zoom gerne die Brennweite in Millimetern an, welche auf analoge Kleinbildkameras umgerechnet ist.

Weitwinkel und Telebereich – jenseits der Grenzen der natürlichen Wahrnehmung

Fotos mit Weitwinkel-Brennweite lassen ungewöhnliche Perspektiven zu

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Der natürlichen Sicht entspricht eine Brennweite, entsprechend im Kleinbildformat, von 38 bis 60 Zentimetern. Kamera, welche bei einem kleineren Brennweitenwert beginnen, nehmen mehr Details als das menschliche Auge wahr. Die Brennweite wird dann Weitwinkel genannt, mit welchem man insbesondere Gruppenfotos in engen Räumen aufnehmen kann, ohne dass einzelne Personen links und rechts des Bildes abgeschnitten sind. Auch beeindruckende Landschafts- und Architekturbilder lassen sich damit gut einfangen. Im Gegenzug hierzu bedeutet eine hohe Brennweitenzahl, dass man Motive nah heranholen kann. Zahlreiche Hersteller weisen im Datenblatt auch auf den Digitalzoom hin. Diesen sollte man, aufgrund der oben genannten Gründe, wenn möglich nur sparsam einsetzen.

Im kommenden Teil unserer Kaufberatung erfahren Sie mehr über das Display einer Kamera und die verschiedenen Arten der Bildstabilisation.

Digitalkamera-Kaufberatung – Teil 1: Auflösung & Zoomfaktor
Digitalkamera-Kaufberatung – Teil 2: Display und Bildstabilisator
Digitalkamera-Kaufberatung – Teil 3: Motivprogramme und Spezial-Funktionen
Digitalkamera-Kaufberatung – Teil 4: Speichermedium und Energiebedarf
Digitalkamera-Kaufberatung – Teil 5: Design und Maße

Foto: fotomuli, „Spiegelsee“, CC-Lizenz (BY 2.0), piqs.de

Foto: DaveKing, „Die Schlossmauer“, CC-Lizenz (BY 2.0), piqs.de

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