TraffickCam App – Kameras gegen Prostitution

 

Während sich in Deutschland noch die Geister darüber streiten, ob Prostitution verboten werden sollte oder nicht, versucht man in den USA mit der TraffickCam App die dort fast flächendeckend verbotene Sexarbeit zu bekämpfen. Diese Foto-App soll benutzt werden, um (minderjährige) (Zwangs-)prostituierte und Zuhälter aufzuspüren. Wie genau das funktionieren soll, erklären wir Ihnen nun.

 

TraffickCam App – so funktioniert die Foto-App

 

Die TraffickCam App funktioniert über das Prinzip Crowdsourcing. Reisende werden aufgefordert  diese App zu installieren und vier Fotos von Hotelzimmern zu machen, in denen Sie übernachten: Ein Foto vom Bett, eins vom Badezimmer, und zwei Raumtotale. Diese Fotos werden von verschiedenen Behörden mit Bildern verglichen, die Verstöße gegen das Sexualstrafrecht (z.B. Sexarbeit, Zuhälterei und Missbrauch Minderjähriger) zeigen.

Über das Internet findet die Polizei häufig Bildmaterial, in denen sexuelle Dienstleistungen beworben werden. Häufig entstehen solche Aufnahmen in Hotelzimmern. Die Behörden hoffen nun, dass mit Hilfe der über die TraffickCam App eingesendeten Fotos bestimmte Hotelzimmer Hotels zugeordnet werden können.

Die durch Spenden finanzierte App ist für Android und iOS verfügbar und hat Zugriff auf die Standortdaten des Geräts, um falsche Standortangaben zu reduzieren. Programmiert wurde die TraffickCam App übrigens an der Washington Universität in St. Louis. Hier können Sie sich die App herunterladen.

 

TraffickCam App – unser Fazit

 

Wir finden die App TraffickCam ist eine wirklich tolle Idee, da Sie an die Mitverantwortung der Gesellschaft appelliert, indem sie diese aufruft, sich aktiv gegen Ausbeutung von (vor allem) Frauen- und Kinderkörpern zu engagieren.

Die App richtet sich gegen Zwangsprostitution (von Kindern und Erwachsenen) als auch gegen die (mehr oder weniger) freiwillige Prostitution von Volljährigen. Gegner des Prostitutionsverbots könnten hier zweifeln, ob sie sich guten Gewissens die App herunterladen können.

Wir denken: Es ist nicht widersprüchlich, die App zu nutzen und sich gleichzeitig für eine Aufhebung dieses Verbots in den USA auszusprechen. Ein wichtiges Argument gegen das Prostitutionsverbot ist bekanntlich, das die Illegalität die Lage der betroffenen Sexarbeiter zu verschlechtern droht. Gemeinsames Ziel ist also der Schutz vor Gewalt und Ausbeutung der Menschen.

 

Werden Sie sich für den nächsten USA Urlaub die TraffickCam App herunterladen?

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